«La fedeltà mi obbliga a vegliarti» – Stefan George

Stefan George, Foto di Jacob Hilsdorf, 1910

 

La fedeltà mi obbliga a vegliarti ⋅
Mi soffermo sul tuo dolce soffrire ⋅
Mi è sacro desiderio essere triste
Per godere con te la tua tristezza.

Un benvenuto mai mi accoglierà ⋅
Per quanto durerà la nostra unione
Umile e ansioso devo riconoscere
Eredità d’inverni in un destino.

Stefan George

(Traduzione di Giorgio Manacorda)

da “Viandante nella neve”, in “Stefan George, L’anno dell’anima”, SE, 1986

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«Noch zwingt mich treue über dir zu wachen»

Noch zwingt mich treue über dir zu wachen
Und deines duldens schönheit dass ich weile
Mein heilig streben ist mich traurig machen
Damit ich wahrer deine trauer teile.
 
Nie wird ein warmer anruf mich empfangen ·
Bis in die späten stunden unsres bundes
muss ich erkennen mit ergebnem bangen
Das herbe Schicksal winterlichen fundes.

Stefan George

da “Waller im Schnee”in “Das Jahr der Seele”, 1897

«Venni da te con una mia preghiera» – Stefan George

Theodor Hilsdorf, Portrait de Stefan George, 1930

 

Venni da te con una mia preghiera
La sera che per te candele ardevano
Così sopra tessuti di velluto
Ti ho dato la mia dote di diamanti.

Ma non sai nulla tu del sacrificio ⋅
Di candelabri con le braccia alzate ⋅
Del fumo senza nubi del braciere
Che scalda il buio di templi severi ⋅

Di angeli raccolti nelle nicchie
Riflessi in lampadari di cristallo ⋅
Del balbettare di preghiere ardenti
Dei sospiranti nell’oscurità

E nulla sai dei desideri che
Gemono giù al fondo dell’altare..
Prendi esitante gelida indecisa
Pietre brillanti di fervide lacrime.

Stefan George

(Traduzione di Giorgio Manacorda)

daViandante nella neve”, in “Stefan George, L’anno dell’anima”, SE, 1986

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«Ich trat vor dich mit einem segenspruche»

Ich trat vor dich mit einem segenspruche
Am abend wo für dich die kerzen brannten
Und reichte dir auf einem sammtnen tuche
Die höchste meiner gaben: den demanten.
 
Du aber weisst nichts von dem opferbrauche ·
Von blanken leuchtern mit erhobnen ärmen ·
Von schalen die mit wolkenreinem rauche
Der strengen tempel finsternis erwärmen
 
Von engeln die sich in den nischen sammeln
Und sich bespiegeln am kristallnen lüster ·
Von glühender und banger bitte stammeln
Von halben seufzern hingehaucht im düster
 
Und nichts von wünschen die auf untern sprossen
Des festlichen altars vernehmlich wimmern..
Du fassest fragend kalt und unentschlossen
Den edelstein aus gluten tränen schimmern.

Stefan George

daWaller im Schnee”, inDas Jahr der Seele”, 1897